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Was ist eine Transferpresse?

Eine Transferpresse auch Thermopresse genannt ist ein technisches Werkzeug das zur Übertragung von Flock auf verschiedensten Materialien dient. Die Thermopresse wird ebenfalls oft als Heizdruckpresse genannt und wird meist dazu benutzt Textilien zu bedrucken.

 

Der Top 4 Transferpressen Vergleich 2019 – Info & Tests

In diesen Test/Vergleich sind folgende Kriterien eingegangen:

  • Technische Details
  • Preise
  • Qualität
  • Ausstattung

 

 

Die Top 4 Pressen im Detail – Nach & Vorteile:

 

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Wie funktionieren Transferpressen?

Bei dem Transferprozess wird unter Druck und Hitze das Flock ( z.B ein Logo ) auf das Textil transferiert. Grundsätzlich können alle Materialien beflockt werden die dem Druck und der hohen Temperatur standhalten. Zusätzlich muss das Material aufnahmefähig für Polymer sein oder selbst eine Polymere Beschichtung haben.

Sobald eine ausreichend hohe Temperatur erreicht ist öffnen sich die Poren des Textils. Als nächstes wird nun dass Polymere das entweder über eine Flockfolie oder vom Transferobjekt selbst kommt übertragen. Das Polymere schließt sich nun tief in die Poren des Textils ein und verbindet ( wie ein Kleber ) das Flock und das gewünschte Transfermaterial.


Wozu braucht man eine Transferpresse?

Eine Transferpresse wird meistens dazu benutzt um Textilien zu bedrucken. Hierzu wird ein Transfermedium und ein Transfergrund benötigt. Das könnte eine Logo und ein T-shirt z.B darstellen. Grundsätzlich können jedoch alle Materialien bedruckt werden.


Welche Arten von Transferpressen gibt es?

Eine Transferpresse oft auch als Fixierpresse genannt gibt es heute in verschiedensten Ausführungen. Alle haben jedoch eins gemeinsam sie dienen dazu ein Transfermedium auf ein Transferobjekt so schnell und leicht wie möglich zu transferieren.

Im folgenden wollen gehen wir genau die einzelnen Typen von Pressen ein und schauen uns die Nach & Vorteile des Pressen Typs an.

 

Eine Transferpresse wir unter 3 Gesichtspunkten unterschieden:

  • Der technische Lösung
  • Dem Pressen Typ
  • Dem Modell

Die verschiedenen Pressen können nun unterschiedliche technische Lösungen haben.

Die technischen Lösungen können sein:

 


Der Pressen Typ wir unterteilt in:

 

  • Kniehebelpressen
  • Schwenkpressen
  • Linear-Pressen

 


Klapppressen / Kniehebelpressen

Klapppressen sind sehr klein konzipiert. Die Heizplatten können sehr weit geöffnet werden wie eine Art Krokodilmaul. Somit kann man mit diesem Pressen Typ auf engstem Raum arbeiten. Siehe Abb.1

Abbildung 1

 

 

In der Regel legt man das Transferobjekt auf die untere Heizplatte danach kommt das Transfermedium darauf. Als nächstes z.B die Transferfolie. Nun wird „klappt“ die Presse zusammen und der Druck und die Hitze übertragen das Medium.

 

 

 

 

 

 

Vorteile:

  • Günstig – Für den kleinen Geldbeutel
  • Wenig Platz nötig – Die Klappresse hat eine kleine Standfläche
  • Unkompliziert – Auch für Anfänger geeignet

Nachteile:

  • Keine höhen Drücke übertragbar
  • Kleine Heizplattenfläche – Bei großen Motiven schwierig


Schwenkpressen

Die Schwenkpresse wird oft auch Swinger-Presse ( Abbildung 2) genannt. Die obere Heizplatte wie auf dem Bildern zu sehen schwenkt sich nach links und rechts.

Durch das hin und her schwenken braucht die Presse etwas mehr Platz. Allerdings hat diese Bauform zur Folge das der Druck senkrecht auf die untere Heizplatte gebracht werden kann. Die Schwenkpresse kann von allen Pressen Typen den maximalen Anpressdruck auf das Transfermedium erzeugen.

Schwenkpresse

Abbildung. 2

Ebenfalls braucht man sich auch keine Gedanken über Verletzungen wie eine Verbrennung machen da die Heizplatten sehr leicht weit auseinander schwenken können und man somit einen sicheren Arbeitsplatz hat.

Durch den senkrechten Druck können die Motive nicht verrutschen und es wird auch kein Heißkleber wie bei einer Kniehebelpresse ausgeqeutscht.

 

 

 

Vorteile:

  • Anpressdruck – Durch den senkrechten Bau wird der max. Anpressdruck aufgebaut
  • Qualitäts Druck möglich – Durch den hohen Druck wird ein besseres Ergebnis erzielt
  • Nicht Textilien bedruckbar – Materialien mit einer Eigendicke können leichter bedruckt werden

Nachteile:

 

  • Mehr Platz nötig
  • Mehr Budget nötig


Linear Pressen

Linear Pressen sind die Top Produkte unter den Transferpressen und werden meist nur von Profis im kommerziellen Bereich verwendet. Die Maschinen erlauben es noch schneller und bequemer zu arbeiten. Ebenfalls kann sich die Qualität des Drucks sehen lassen.

Durch den nach vorne herausziehbaren Tisch inklusive Heizplatte lässt sich das Textil noch besser und bequemer aufziehen. Dadurch bekommt der Benutzer keine Hitze ab und das Arbeiten fällt viel leichter.

Die Maschine wird meist durch eine 2-Hand Regelung benutzt als Sicherheitsverfahren. Der Druck wird pneumatisch über einen Druckregler übergeben.

Ebenfalls ist ein Display das den Druck, Zeit und die momentane Temperatur wiedergibt verbaut. Ein weiterer Vorteil dieser Maschinen ist das extrem schnelle Aufheizen der Heizplatten und das Wechseln der Platten.

Vorteile:

  • Schnelles bequemes Arbeiten
  • Keine Wärmeeinwirkung
  • Hohe Drücke
  • Detailreiche Einstellung
  • Gute Verarbeitung

Nachteile:

  • Hohe Kosten
  • Große Stellfläche nötig
  • Komplexer in der Bedingungw


Kombipresse

Als Kombipresse wird ein Gerät bezeichnet das sich durch seine Flexibilität auszeichnet. Das bedeutet der Pressen Typ wird Modular aufgebaut ( Abbildung 3) und kann somit für unterschiedlichste Medien benutzt werden.

Kombipresse

Abbildung 3

Die Kombipresse kann somit für Tassen, Teller und Textilien benutzt werden. Sie zeichnet sich durch die Flexibilität aus und dem schnellen wechseln der einzelnen Module.

Die Kombipresse trifft man meist als Kniehebelpresse an. Die Heiztemperatur ist einstellbar und nachdem die Zeit des Drucks abgelaufen ist ertönt ein Signal. Der Druckarm schließt automatisch nur zum öffnen ist ein wenig Handarbeit gefragt.

Je nach Hersteller gibt es verschiedenste Module in unterschiedlicher Größe zu kaufen.

 

Vorteile:

  • Schnelle & gleichmäßiges Aufheizen – Durch kleine Heizplatten
  • Flexibel – Durch die Modulare Bauweise schnell zu wechseln
  • Kleine Standfläche
  • Geringe Kosten
  • Viel Zubehör – Für die Kombipresse gibt es viel Zubehör & Module

Nachteile:

  • Kein senkrechter Anpressdruck
  • Kleine Arbeitsfläche
  • Geringer Anpressdruck


Welche Transferpresse für Hobby?

In den aller meisten Fällen brauchen Einsteiger und Menschen die das beflocken als Hobby machen keine teure Maschine. Allerdings reicht meist das Bügeleisen nicht aus um einen vernünftigen Druck zu bekommen der auch langfristig hält.
Diese Kriterien solltest du im Auge behalten wenn du dir eine Transferpresse aussuchst:

  • Budget

Eine solide Transferpresse ist schon für knapp 150€ zu haben

  • Material / Transferobjekt

Was möchtest du bedrucken. Eignet sich für dich eine Modulare Transferpresse?

  • Arbeitsfläche

Wie groß sind deine Motive? Sind die Heizplatten groß genung?


Welche Pressen für Profis?

Die gleichen Paramter gelten natürlich auch für Profi Pressen. Allerdings kommen hier noch einige andere Merkmale dazu die man beachten sollte.

 

Im gewerblichen Bereich spielen vor allem Zeit und Qualität des Drucks eine immense Rolle und werden deshalb groß geschrieben. Demensprechend raten wir hier zu entweder zu einer Schwenkpresse oder zur einer Linear Presse wenn es wirklich professionell sein sollte.


Welche Druckverfahren gibt es für Transferpressen?

 

Grundsätzlich wird unter 2 verschiedenen Transfermethoden unterschieden.

  1. Flex oder Flockfolien
  2. Transferfolien

Beide Methoden haben ihre Nach und Vorteile die wir uns etwas genauer anschauen wollen.

 

Flex und Flockfolien

 

Flex und Flockfolien sind sich sehr ähnlich der Unterschied zeigt sich beim fertigen Druckmotiv. Flexfolien haben in der Regel eine sehr glatte Oberfläche auf dem Textil.

Im Unterschied zu den Flexfolien ( Abbildung 4) haben Flockfolien eine samte Oberfläche. Man merkt die Fasern des Textils kommen aus dem Motiv heraus und es fühlt sich „echter“ an. Allerdings kann das eben auch nicht gewünscht sein je nachdem was eben vor hat;).

Flexfolie

Abbildung 4

Flex und Flockfolien bestehen aus einer Trägerfolie auf dieser ist die Farbschicht aufgebracht. Die Folie wird in einen Schneideplatte gespannt dieser schneidet mit einem kleinem Messer das Motiv aus der Folie.

Den die Folien sind bereits beim Kauf immer Einfarbig. Damit ergibt sich auch schon der erste Nachteil. Es können mit dieser Art von Folien keine Farbverläufe gedruckt werden. Wenn unterschiedliche Farben auf den Textilien gewünscht sind muss jeweils eine andere Folie verwendet werden.

Das wiederrum braucht viel Zeit und mehrere Arbeitschritte.

Notwendige Arbeitsschritte:

  1. Vektor/ Logo erstellen

Als erstes wir am Computer ein gewünschtes Motiv erstellt. Als nächtes wird es virtuell auf der Flockfolie positiniert.

  1. Plotten

Danach wird auf dem Schneideplotter die Folie eingespannt und das Motiv wird mit dem Plotter aus der Folie herausgeschnitten.

  1. Entgittern – Trägerfolie entfernen

Der Schneideplotter hat nun die Kontur in die Folie eingeritzt. Jetzt wird von Hand der Rest der Farbfolie entfernt und diesen Vorgang nennt man auch Entgittern.

  1. Druck

Jetzt wird die Folie mit dem gewünschten Motiv auf das Textil aufgebracht dabei klebt Folie und verrutscht nicht wieder. Danach stellt man die Transferpresse ein und das Motiv wird nun bei hoher Temperatur und unter dem Anpressdruck auf das Motiv aufgebracht.

 

Vorteile:

  • Die Qualität des Drucks ist wesentlich besser als mit üblichen Transferfolien. Oder mit dem Siebdruck.
  • Das Motiv wird in den echten Farben wiedergegeben und bleicht wenig aus.

Nachteile:

  • Keine Farbverläufe möglich
  • Viele einzelne Arbeitsschritte nötig
  • Schneideplotter nötig

Transferfolie

Die Transferfolie besteht aus der Grundfolie auf die mit einem normalen Papierdrucker das Motiv aufgedruckt wird. Auf der Folie ist ein Schmelzklebstoff aufgebracht dieser wird beim Druckvorgang unter der hohen Hitze gelöst und klebt das Motiv auf das Textil.

Abbildung 5

Ein großer Vorteil der Transferfolie ist die schnelle Bearbeitung. Es sind wenige Arbeitsschritte nötig um ein Motiv auf ein Textil zu drucken und kann somit von jedem Laien verwendet werden.

Gleichzeitig können aber Farbverläufe im Gegensatz zur Flex oder Flockfolie in den Motiven benutzt werden. Da die Folien durch den Drucker erstellt werden.

 

 

 

Vorteil:

  • Schnelle Bearbeitung – Wenig Arbeitsschritte nötig
  • Geringe Kosten – Da kein Schneideplotter nötig
  • Farbverläufe möglich

Nachteile:

  • Ergebnis nicht allerhöchste Qualität
  • Folie haftet nicht – Folie klebt beim Aufbringen auf dem Textil


Welche Werkstoffe können bedruckt werden?

 

Wie ganz am Anfang des Artikels beschrieben kann grundsätzlich jede Art von Material bedruckt werden solange sie die Kriterien erfüllen.

 

Das sollte dein Transferobjekt erfüllen:

 

  1. Anpressdruck standhalten
  2. Hohe Temperaturen aushalten
  3. Polymere enthalten oder über eine Transferfolie übertragen

 

Wenn diese 3 Kriterien erfüllt sind kann jedes Objekt egal ob Textil, Glas oder z.B Keramik beflockt werden.

 

Die oft gestellte Frage und auf was du unbedingt achten solltest


Wie muss ich meine Transferpresse einstellen?

 

Jede Transferpresse hat grundsätzlich 3 Parameter die man einstellen kann.

 

  1. Anpressdruck
  2. Temperatur
  3. Zeit

 

Leider kann man nicht pauschal sagen was die richtigen Einstellungen sind um ein optimales Ergebnis zu bekommen. Denn für jede Flockfolie oder Transferfolie gibt der Hersteller in der Regel optimale Parameter mit. Natürlich solltest du dich an diese halten.

 

Solltest du aber nichts finden, möchten wir die hier ein paar Faustformeln mitgeben wie du deine Thermopresse einstellen kannst.

 

Die durchschnittlichen Temperauren liegen zwishcen 160 ° C und 200 ° C. Meistens braucht ein Druck nicht mehr als 20-30 Sekunden. Bevor du aber deinen ersten Druck machst solltest du immer einen Testdruck machen. Am besten meist du diesen auch mal in die Waschmaschine und siehst dir an wie der Druck nach dem Waschvorgang aussieht.

 

Wenn du keine Herstellerdaten finden kannst benutze diese Faustformel:

 

Länge x Breite x Anpressdruck = Gramm / cm²

Breite u. Länge ( Heizplatte)

Grundsätzlich kann man sagen wenn die Druckfläche größer ist muss auch der Anpressdruck gesteigert werden.

 

Hier einige Beispiele für Textilien:

 

Flockfolie:

  • Zeit: 25-30 sek
  • Anpresdruck: niedrig-mittel
  • Temperatur: 170-190° C

 

Flexfolie:

 

  • Temperatur: 160-170° C
  • Druck: mittel – hoch
  • Zeit: 25 – 30 sek

 

Transferfolie:

 

  • Temperatur: 180 – 200° C
  • Druck: leicht – mittel
  • Zeit: 20 Sekunden

 

Diese Werte können sie stark von den Hersteller Angaben unterscheiden deshalb ist es so wichtig diese Informationen zu kennen und sich an sie zu halten.


Welches Equipment ist nötig für eine Transferpresse?

 

Um ein Transferpresse zu bedienen braucht es keine Hilfsmittel aus den Transfer oder Flex-Flockfolien.

Dennoch gibt es einige Hilfsmittel die einem das Arbeiten oder die Maschinen schützen.

Die Silikonmatte oder auch Kautschukmatte hilft dabei den Anpressdruck der Thermopresse direkt auf das Transferobjekt zu bringen um einen noch besseren Druck zu ermöglichen.

Die Matte wird unter das Transferobjekt z.B T-shirt gelegt. Die Matte kann für jede beliebe Größe zu geschnitten werden und besteht aus einem nicht brennbaren Silikon. Gleichzeitig weißt es auch Klebstoffe ab die von der Transferfolie hin und wieder kommen und klebt somit nicht fest.

 

Fazit:

Wenn man ein noch besseres und angenehmeres Arbeiten möchte ist die Silikonmatte absolut empfehlenswert.

 

Ebenfalls bieten einige Hersteller auch Kissen an. Diese werden in der Regel zwischen das Textil gelegt und sorgen ebenfalls für eine Druckoptimierte Übertragung des Transfermediums.

 

Alle Pressen im Überblick:

 

 

Arten von Tranferpressen im Vergleich